Börsenordnung Terraristik

Börsenordnung der Aquarienfreunde Hohenlohe e. V. 1996 gültig ab 3/08

Siemensstr.1  74626 Bretzfeld


 

 

 

1.       Gegenstand  von Aquarien und Terrarienbörsen

         Die Börsen dienen grundsätzlich keinen erwerbsmäßigen Zwecken. Auf  ihnen dürfen nur Tiere und Pflanzen sowie deren Eier und Samen angeboten werden,

         wenn sie aus eigener Nachzucht oder aus eigenem längeren Bestand stammen, und ihre Haltung oder der Handel mit ihnen nach der Tier-, Arten-  und  Naturschutzgesetzgebung nicht verboten ist.

         Nicht erlaubt Ist das Anbieten von Tieren, Pflanzen, Futter und Zubehör, die speziell für den Verkauf erworben wurden.

 

 

Bereich Terraristik

 

 

7.   Bedingungen für die Durchführung von Reptilienbörsen

     Das Anbieten von Reptilien außerhalb von Zoofachgeschäften ist nur im Rahmen von organisierten

     Reptilienbörsen zu akzeptieren. Sie werden als Forum für einen direkten Kontakt zwischen Amphibien- und Reptilienzüchtern und interessierten Terrarianern oder allgemein Interessierten durchgeführt. Sie

     Sind als unmittelbarer Austausch von Tieren und Informationen zwischen den Züchtern und zwischen Züchtern und Einsteigern in die Reptilienhaltung gedacht.

     Zielsetzung dieser Reptilienbörsen ist, den Massenimport von Wildtieren einzudämmen und zu selbst erhaltenden Population in menschlicher  Obhut beizutragen

 

 

8.   Folgende Bestimmungen sind aus tierschutzrechtlichen Gründen unabdingbar und zu beachten:     

      Tiere dürfen nur in einem einwandfreien und gesunden Zustand angeboten werden.

      Die Behältnisse müssen folgenden Mindestanforderungen entsprechen. ausreichend Lüftung,geeignetes Bodensubstrat für die Aufnahme von Ausscheidungen,

      Die Größe des Behälters muss ein ungehindertes Wenden und Niederlegen der Tiere ermöglichen.

     Als Faustregel , bei Echsen mindestens 1,5 fache Kopf-Rumpf-Länge-;, bei Schlangen mindestens 0,3-fache Gesamtlänge und bei Schildkröten mindestens 2-fache Panzerlänge .

      Die Betrachtung der Tiere soll nur von einer Seite oder von oben möglich sein,

      Jedes Tier ist einzeln unterzubringen; das gilt auch, wenn die Tiere paarweise oder als Zuchtgruppe abgegeben werden sollen.

      Das Herausnehmen von Tieren aus den Behältern ist ausschließlich im Beisein und nach Zustimmung des Besitzers gestattet, wenn dafür ein triftiger Grund vorliegt.

      Das Beklopfen und Schütteln mit Tieren besetzter Behälter ist tierschutzwidrig.

      Geschlechtsbestimmungen mit Hilfsmitteln, die Verletzungen verursachen können oder für das Tier schmerzhaft sind, sollen in der Regel nicht erfolgen bzw. sind sie auf ein Minimum zu beschränken.

      Das Geschlecht des Tieres ist vor der Börse ggf. durch einen Tierarzt zu bestimmen.

      Ein Verkauf von Babymäusen, Babyratten und anderen vergleichbaren Jungtieren ist nicht erlaubt. Dasselbe gilt für Weibchen, die vor weniger als 48 h geboren haben oder die sich in der Geburt befinden.

      Alle Behältnisse sind gegen unbefugtes und unbeabsichtigtes Öffnen zu sichern (z.B. Klebeband )

      Behälter dürfen nicht gestapelt werden, da die Gefahr des versehentlichen Umstoßens besteht. Sie  sind möglichst erschütterungsfrei aufzustellen.

      In allen Räumen, in denen Tiere ausgestellt sind, herrscht Rauchverbot.

      Die Abgabe von Tieren an Kinder unter 16 Jahren ist ohne Einwilligung der Erziehungsberechtigten untersagt .      

 

 

9.   Anbieter

          1.    Die Behältnisse sind mit Schildern zu versehen, aus denen hervorgeht:

                 Name und Anschrift des Anbieters / Züchters           

                 Artname der Tierart (wissenschaftlich und deutsch )

                 Herkunft: Nachzucht/Wildfang

                 Geschlecht 1,0/0,1/0,0,1

                 Schutzstatus: WA I, WA II; BartSchV o.ä.

         2.      Vom Anbieter wird erwartet, das er den Kauf oder Tauschinteressenten über die Pflegebedingungen der erworbenen Tiere  berät.

         3.      Händlern und erwerbsmäßigen Züchtern ist der Verkauf auf der Börse nicht gestattet.

         4.      Inhabern des VDA-Sachkundenachweises werden bei der Platzvergabe bevorzugt.

 

 

     10.   Zahlungsverkehr

          Der gesamte Zahlungsverkehr erfolgt über die Aussteller. Für die Kosten der Ausrichtung der Börse erhält

          der Verein pro lfm Tisch  12,00 Euro (Mitglieder 8 ,00 Euro), zahlbar  am Börsentag bei der Platzeinweisung.

          Bei Cent Beträgen wird immer zum nächsten  Euro aufgerundet  .

 

 

11.   Haftung

.               Der Verein tritt nur als Veranstalter in Erscheinung, rechtswirksame Geschäfte entstehen nur zwischen

.               Anbieter und Käufer! Der Veranstalter übernimmt keine Haftung für Verluste, Unfälle und Schäden!

 

 

12 . Ablauf

.               Der Verkauf darf erst nach Eröffnung der Börse beginnen. Den Anweisungen des Börsenwartes sind Folge

.               zu leisten. Bei  Verstößen kann eine Verweisung der Börse erfolgen.