Vom Goldbartwels bis zur Boa

In der Bretzfelder Brettachtalhalle boten die Hohenloher Aquarien- und Terrarienfreunde am letzten Sonntag eine Börse für Liebhaber von Zierfischen, Reptilien, Terrarien und Gartenteichen.

"Es ging hier gigantisch ab, die Leute standen bis an die Straße", so kommentierte ein Vereinsmitglied den Andrang" zu der größten Börse in Baden- Württemberg". Der Aquarienfreund ist eines der 350 Mitglieder, der in der Brettachtalhalle auch ausstellte.

Allerlei exotisches Getier gab es da zu bestaunen wie Riesenschlangen- Nachzuchten, Vogelspinnen, Skorpione und japanische Koikarpfen. Es ist die siebte Börse dieser Art. Der Verein besteht erst seit vier Jahren. Es gibt inzwischen auch eine Jugendgruppe, die sich regelmäßig trifft.

Der Verein ist sozusagen aus der Not entstanden, denn der heutige erste Vorsitzende Willi Schönleber sei "mit Fragen überschüttet" worden, wie er berichtet. "Ich konnte mich kaum vor Anrufen retten", erinnert sich der passionierte Aquarienfreund, der sich seit frühester Jugendzeit mit der Aquaristik beschäftigt. "Meine erste Wohnung besaß noch kein Möbelstück, aber ein Aquarium". Sein züchterisches Interesse gilt selteneren Fischarten wie Goldbartwelsen, Spritzsalmlern und Schwielenwelsen. Zu den Standardfischen in der Aquaristik zählt er die Guppys, Schwertträger, Antennenwelse und Black Mollys. Der Bretzfelder ist nach eigenem Bekunden in der Aquaristikszene "bekannt wie ein bunter Hund". Und so war es kein Wunder, daß es an seinem Ausstellungsstand einen großen Andrang gab. Seine Bekannten habe er in die Warteschleife vertröstet, und so konnte er all' die verschiedenen Fragen der "Aquaristik- Einsteiger" beantworten.

Auch die Gartenteichfreunde bekamen Informationen und Beratung über die heimische Fauna in den Gartenteichen. In einem großen Wasserbassin tummeln sich Koikarpfen in allen Farben mit einzelnen Goldfischen. Für den heimischen Gartenteich konnte der Börsenbesucher die passenden Teichgewächse wie Seerosenwurzeln und Bambus sogleich erwerben.

Ein paar Glaskästen weiter eröffnet sich dem Besucher die Welt der Terraristik: Vertreten durch Königspythons, Halsbandleguane, Nattern und ein Jemen-Chamäleon. Denn die Hohenloher Aquarienfreunde besitzen eine Terraristikgruppe, allen voran der Pressewart Jürgen Kromer, der im Internet ein Forum "
für Einsteiger in die Terraristik" und ein weiteres "zu Riesenschlangen" eingerichtet hat. Aus der eigenen Zucht stammt die Kolumbianische Boa-Constrictor, die er ausstellte. Aber auch das Futter für das Reptil züchtet der Oberheimbacher selbst: In einem Laborkäfig saßen Mäuse und junge Ratten. Kromer nennt einige seiner Schlangen "personenbezogen", denn sie seien vollkommen handzahm.

Viel Wissenswertes wurde dem Besucher an diesem Nachmittag vermittelt, und am Ende der Börse waren die Veranstalter "mehr als zufrieden". Es wurden über 1400 Besucher gezählt.

INFO: Die Aquarien- und Terrarienfreunde treffen sich ein- bis zweimal im Monat im Gasthaus Löwen in Bitzfeld. Die nächste Börse dieser Art findet am 17. September 2000 von 10 bis 14 Uhr wieder in der Brettachtalhalle in Bretzfeld statt. Infos unter Tel: 07946 / 1260..

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Schneckenprobleme
(von Alojz Morela)

erste Regel bei einem aufkommenden Schneckenproblem

Weniger Füttern!!!

um den überzähligen Schnecken Herr zu werden verwendet man einen ganz einfachen Trick:

Man fixiert etwas Futter (Tablette oder Gurkenscheibe haben sich bewährt) auf einem kleinen Teller. Dies stellt man abends ins Becken kurz bevor die Beleuchtung ausgeht. 1-2 h nach Beleuchtungsende entfernt man den Teller und die anhaftenden Schnecken. Nach ein paar Wiederhohlungen ist der Bestand wieder auf ein vernünftiges Maß geschrumpft.

 

Tipps zum Wasserwechsel (von Thomas Kaczmarcyk)

Als erstes werden alle Elektrischen Geräte im Aquarium ausgeschaltet. Z.B. Wasserheizung, Filter,.... Dann wird die Abdeckung des Aquariums abgenommen. Danach nimmt man einen Schlauch steckt das eine Ende in das Wasser des Beckens, nimmt das andere in den Mund und saugt. Wenn das Wasser um Schlauch unter dem Wasserspiegel des Aquariums ist fließt es von allein weiter. Deshalb sollte man den Schlauch aus dem Mund nehmen und in einen Eimer oder in den Abfluss lenken. Doch Vorsicht ist geboten. Denn Wer zu lange saugt kann aus versehen ein wenig Wasser schlucken. Wenn das Wasser fleißig in Eimer oder Abfluss fließen, dann sollte man auf Fische und andere kleine Gegenstände aufpassen, da diese schnell mit eingesaugt werden. Wichtig ist dass nicht mehr als 1/3 des Wassers gewechselt wird. Da die Fische zu sehr unter Stress leiden. Ist es so weit, dann sollte man das Schlauchende aus dem Aquarium nehmen.

Als nächstes sollte man frisches Wasser in das Aquarium lassen. Wer das Wasser über einen Schlauch direkt aus der Wasserleitung in das Aquarium laufen lassen kann sollte darauf achten das nicht zu viel auf einmal in das Aquarium läuft, weil sonst Kies aufgewirbelt wird. Das Frischwasser sollte auch eine ähnliche Temperatur wie das Aquariumswasser haben. Wer einen Eimer benutzt der sollte das Wasser ebenfalls sehr langsam ins Aquarium laufen lassen. Wenn dass Aquarium voll ist sollte man Aufbereitungsmittel und der richtigen Dosis nachgegeben werden. Am Ende sollte man die Abdeckung wieder auf das Aquarium aufsetzen und alle Geräte wieder einschalten.

 

Frisches Gemüse füttern
(von Alojz Morela)

Am besten verfüttert man Gemüse aus dem eigenen Anbau.
Es eignet sich fast alles z.B.: Gurke, Paprika, rohe Kartoffel, Möhren, Erbsen, Spinat.

Sofern nicht verfügbar geht natürlich auch gekauftes Gemüse. Dieses muss selbstverständlich heiß und gründlichst abgewaschen werden. Leider sammeln sich Pestizide und Düngemittel neben den Vitaminen unter der Schale. Paprika hat ja leider auch eine sehr unrühmliche Rekordposition in der Hinsicht.  Wenn überhaupt gekaufte Paprika gefüttert wird bitte nur geschält. Tiefkühlgemüse geht auch. Ich persönlich verfüttere nur aufgetautes, hab aber auch schon gehört daß es gefroren ins Becken geworfen wurde.

Gekaufte Trauben eignen sich vor allem für Wirbellose nicht, da kupferhaltige Spritzmittel meines Wissens zu den Standardmitteln in Weinbergen gehören. Aber Wein ist eine prima Balkonpflanze, desgleichen Zucchini, ...

Übrigens, vergesst nicht Löwenzahn auszuprobieren!!!! Die jungen, zarten Blätter überbrühen und ins Becken geben. Sie sinken auch von allein ab.
Für Hyalellas und Gammarus sowieso ein Muss und für Garnis, Schnecken und alle algenfressenden Welse ein Leckerbissen.

 

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