Frisches Gemüse füttern
(von Alojz Morela)

Am besten verfüttert man Gemüse aus dem eigenen Anbau.
Es eignet sich fast alles z.B.: Gurke, Paprika, rohe Kartoffel, Möhren, Erbsen, Spinat.

Sofern nicht verfügbar geht natürlich auch gekauftes Gemüse. Dieses muss selbstverständlich heiß und gründlichst abgewaschen werden. Leider sammeln sich Pestizide und Düngemittel neben den Vitaminen unter der Schale. Paprika hat ja leider auch eine sehr unrühmliche Rekordposition in der Hinsicht.  Wenn überhaupt gekaufte Paprika gefüttert wird bitte nur geschält. Tiefkühlgemüse geht auch. Ich persönlich verfüttere nur aufgetautes, hab aber auch schon gehört daß es gefroren ins Becken geworfen wurde.

Gekaufte Trauben eignen sich vor allem für Wirbellose nicht, da kupferhaltige Spritzmittel meines Wissens zu den Standardmitteln in Weinbergen gehören. Aber Wein ist eine prima Balkonpflanze, desgleichen Zucchini, ...

Übrigens, vergesst nicht Löwenzahn auszuprobieren!!!! Die jungen, zarten Blätter überbrühen und ins Becken geben. Sie sinken auch von allein ab.
Für Hyalellas und Gammarus sowieso ein Muss und für Garnis, Schnecken und alle algenfressenden Welse ein Leckerbissen.

 

 

Das eigentliche Problem mit dem ganzen Gemüse ist es schwimmt oben :-(

Ich hab schon Ancistren gesehen die auf dem Rücken schwimmend Gurke von der Oberfläche gefressen haben, aber davon kann man in der Regel sicher nicht ausgehen. Wie also das Gemüse auf den Beckenboden bekommen?

Dem Erfindungsreichtum sind hier keine Grenzen gesetzt, wichtig ist nur daß keine giftigen Stoffe ans Wasser abgegeben werden.

Überbrühen, dann sinkt das meiste Gemüse von allein ab.
dünner Holz(Bambus-)stab, am unteren Ende aufspalten, Gemüsescheibe
einklemmen, Stab ins Becken stellen
Geht auch mit Plastikstäben, z.B. einen 2. kurzes Stück mit Gummiringen am langen befestigen und das Gemüse dazwischenklemmen. Kleiner Tipp: Beim nächsten Chinarestaurantbesuch einfach mit Stäbchen essen und hoffen, dass es sich um Einwegess-Stäbchen handelt - oder dem freundlichen Ober die Teile abschwatzen ;-)
Edelstahlnägel oder -schrauben aus dem Eisenwarenhandel, durch das Gemüse durchstechen, reinschmeißen,fertig! Edelstahl nennt sich VA oder V2A-stahl (es gibt auch den V4A). Nach Möglichkeit die Spitze etwas abflachen wegen der Verletzungsgefahr!

Bei Ikea gibt es Plastikclips zum Beutel verschließen, oder "Ersatzaufhänger für Geschirrtücher" mit einem durchbohrten (Edel)Stein beschweren, Plastikschnur zum rausziehen nicht vergessen :-)

Firma Dennerle bietet für die Algenblätter eine Halterung die zu Boden sinkt (Zangenprinzip) an, ist aber relativ teuer.

Man kann auch einen Algenmagnet verwenden. Natürlich entfernt man vorher die "Rasierklingen". Meines Erachtens die einzig sinnvolle Verwendung für diese Teile.

wer selber Welshöhlen töpfert kann beim nächsten Satz einfach einen Haken/Dorn/Wellennadel/Lochscheibe/Ring/Ding machen auf das sich das Gemüse auffädeln bzw. reindrücken lässt. Gebrannt (geht fast immer dort wo man den Ton gekauft hat) ist der Ton schwer genug um das Gemüse am Boden zu halten. Und mit einem Plastikfaden versehen kriegt man das Ganze mit trockenen Ärmeln wieder aus dem Becken.

Aus grobmaschigem Edelstahlgeflecht / Edelstahllochblech lassen sich "Körbe" biegen in denen sich aufschwimmendes Gemüse bündeln kann. Welse kommen da zwar eher schlecht ran, aber Wirbellose erreichen das Futter da garantiert.

als Trivialversion Edelstahllöffelchen/Edelstahlschaschlikspieße. Wenn das Stück Gemüse vorher mit einem scharfen Messer vorgeschlitzt wird kann man den flach hineinschieben ohne die Scheibe voellig zu zerfleischen. Dickerer Edelstahldraht, den man vielleicht in einer Schlosserei erwerben kann geht auch gut.

einen Zahnstocher oder einen Schaschlikspieß nehmen und ein großzügiges "Z" daraus brechen; Gemüse in das "Mittelfeld" bringen und
den unteren Teil des "Z" im Boden fixieren

Bitte keine Bleistreifen verwenden, da die oberste Bleischicht oxidiert und zum Teil ins Wasser geht.

Gemüse das am nächsten morgen nicht gefressen wurde unbedingt entfernen damit nichts verdirbt und das Wasser kippt.