Vereinsabend vom 04.02.2022

Eine Reise nach Brasilien
Johann Forsthuber

Johann Forsthuber, Tropical Fish Dealer bei Zierfisch Zentrum Austria, einem Zierfisch-Groß- und Einzelhandel in Wien mit eigenen Importen, nimmt uns mit auf eine seiner vergangenen Expeditionen und berichtet hauptsächlich über Loricariiden des Rio Tabajos , Rio Jamanxim und diverse Zuflüsse berichten.
Es gibt in diesen Gewässern eine noch hohe Artendichte an seltenen L-Welsen. Viele Arten sind noch gar nicht entdeckt bzw. erforscht.
Der Export der Tiere ist generell sehr schwierig und mit vielen Auflagen versehen.
Früher war der Lebend-Fischfang für Fischhändler vor Ort und gleichermaßen Zoohändler in alle Welt ein gutes Geschäft. Es gab für seltene Exemplare um die 20 bis 30 Euro für den Fischfänger vor Ort in Brasilien.
Dieses Einkommen war für die Bevölkerung an den Flüssen sehr wichtig.
Vor einigen Jahren kamen dann die vielen Goldsucher und die Viehzüchter in das Gebiet.
Bei der Goldsuche an den Flüssen fallen viele Schadstoffe wie Quecksilber an, diese werden ungeklärt in die Flüsse eingeleitet.
Dies führt zum Teil zu einem großen Fischsterben. Als Folge werden viele Fischfänger, dann selbst zu illegalen Goldsuchern.
Auch die Viehzüchter die in das Gebiet vordringen, roden die Wälder mittels Brandrodung mit schweren Umweltschäden.
Herr Forsthuber zeigte in seinem Vortrag beindruckende Bilder der Biotope, jedoch auch von den Schäden die dort schon stark sichtbar sind.
Bei den Fischbildern wurde deutlich wie sich die Tiere vom Jungtier zum adulten Tier in den Farben verändern.
Nach dem Vortrag beantwortete er noch einige Fragen die sowohl von den Teilnehmern vor Ort als auch von den Online zugeschalteten Teilnehmern kamen.