Jahresausflug 2022 in die Schweiz

Am Samstag dem 18.6.2022 ging es nach 2 Jahren Corona-Zwangspause endlich mal wieder los, zu einem Jahresausflug der Aquarienfreunde Hohenlohe e. V.
Ziel war dabei unser Nachbarland Schweiz. Zuerst ging es zum größten Wasserfall Europas, dem Rheinfall in Schaffhausen. Dies war bei strahlend blauem Himmel und den tosenden Wassermassen für alle 47 Teilnehmer ein tolles Erlebnis.
Rheinfall in Schaffhausen

Hauptziel war allerdings der Züricher Zoo und dessen neuartiges Konzept. Die Fläche des Zoos sollte mehr als verdoppelt, die Artenzahl der Tiere aber beibehalten und praktisch jedes Gehege sollte umgestaltet werden. Man wollte nicht mehr Tierarten zur Schau stellen, sondern Ökosysteme zeigen. Diese sollten Lebensräume aus Eurasien, Südamerika und Afrika beziehungsweise Madagaskar zeigen – der Zoo wurde geographisch aufgeteilt. Die einzelnen Anlagen sollen einen naturnahen Lebensraum darstellen, der den Besuchern nur wenige Einblicke lässt und den Tieren die Möglichkeit bietet, sich zurückzuziehen. Vor allem die Masoala Regenwaldhalle zog die Aquarien- und Terrarienfreunde magisch an. Allerdings stellten sich an dem tropisch heißen Sommertag bis zu 42 Grad in der Halle unter dem Dach ein. Das europaweit in dieser Größe einmalige Regenwaldhaus bildet ein Stück des madagassischen Masoala-Regenwaldes ab. Die Tiere (gehalten werden 50 Wirbeltierarten, unter anderem Lemuren, Makis, Chamäleons, Flughunde, Aldabra-Riesenschildkröten, Vögel, Geckos, Frösche, Echsen und Insekten) können sich in der Halle, die eine Fläche von gut einem Hektar besitzt, frei bewegen.
Im Exotarium – dem eigentlichen Hauptgebäude – befinden sich zahlreiche Terrarien und Aquarien, in denen verschiedene Fische, Amphibien und Reptilien, die hauptsächlich aus dem südamerikanischen Kontinent stammen, leben.


Weiter ging es dann in die Zentralschweiz nach Fribourg. Dies ist eine zweisprachige Stadt, wobei die französischsprachigen Bürger mit 64% gegenüber den deutschsprachigen Bürgern mit 21% die Mehrheit stellen. Fribourg zeichnet sich durch seine strategisch interessante Quasi-Insellage auf einem Plateau inmitten der Saane aus – denn der größte Teil der Altstadt im Burg-Quartier wird von drei Seiten von diesem Fluss eingeschlossen. Alle zusammenhängenden Altstadtquartiere ergeben die größte historische Altstadt der Schweiz, die mit zahlreichen, beeindruckenden und gut erhaltenen, mittelalterlichen Gebäuden aufwartet.

Am Sonntag begann der Tag nach dem Hotelfrühstück mit der Busfahrt nach Lausanne an den Genfersee. Ziel war das Aquatis Aquarium-Vivarium Lausanne, das größte Süßwasser-Schauaquarium-Vivarium Europas. Es wurde 2017 eröffnet und beherbergt auf 3500 Quadratmetern zugänglicher Fläche rund 10000 Fische, 100 Reptilien und Amphibien sowie 300 Pflanzenarten. Auf einem Rundweg über zwei Stockwerke werden in den 46 Aquarien, Terrarien und Vivarien 20 Ökosysteme aus fünf Kontinenten präsentiert. Das gesamte untere Stockwerk ist dabei Europa gewidmet. Unter dem zentralen, über beide Geschosse reichenden Großaquarium führt ein Gang aus Plexiglas hindurch. Die Fassade des kreisförmigen Hauptgebäudes besteht aus rund 100000 beweglichen eloxierten Aluminiumplättchen, was den Eindruck von Schuppen einer Fischhaut oder Reflexionen einer vom Wind bewegten Wasserfläche vermitteln soll.

Weiter gings nach Bern, der Hauptstadt der Schweiz. Bei hochsommerlichen 36 Grad war eine Stadtbesichtigung doch eine heiße Sache, aber zum Glück gab es überall kostenloses kühles Trinkwasser aus den über 100 Brunnen.
Die Altstadt ist geprägt durch ihre Sandsteingebäude mit ihren Lauben, die sich über eine Länge von gut sechs Kilometern erstrecken und eine der längsten gedeckten Einkaufsstraßen Europas bilden. Direkt an unserm Busparkplatz befand sich der Bärengraben. Dieser recht neue Bärenpark wurde im Oktober 2009 eröffnet und die Bären können tatsächlich sogar im Fluss Aare baden- was sie an diesem heißen Tag auch ausgiebig taten.

Wir genossen zum Abschluss noch die Gastfreundschaft und das gute Essen und kühle Getränke in der Ratsstube im süddeutschen Dunningen, bevor es wieder zurück nach Bretzfeld ging.

Bericht und Fotos: Marco Zoll